Krimi „Heidesilber“: Herbert Weyand hat die Leiche längst gefundenVon: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2013, 12:02 Uhr Übach-Palenberg. Sensationelle Enthüllung im Mehrgenerationenhaus (MGH) am Palenberger Bahnhof: „Die baggern ja zurzeit in der Heide und suchen die Leiche: Ich hab sie längst gefunden“, sagte Autor Herbert Weyand. Natürlich hat er sie nicht mit eigenen Händen ausgegraben, sondern mit seinen Fingern in lesbares Format getippt und zum Teil seines neuesten Werkes „Heidesilber“ gemacht. Auf Einladung des Mehrgenerationenhauses las der in Grotenrath lebende Autor Herbert Weyand aus seinen zahlreichen Werken.


Foto: Markus Bienwald



Der Grotenrather warf im Saal des zum MGH gehörenden Städtischen Seniorenzentrums einen kurzen Blick in seine bisherigen Bücher und ließ auch die eine oder andere Seite seines Neulings durchblitzen. Das tat er mit einer Ruhe und Lockerheit, die sich umgehend auf die rund 20 Gäste übertrug. „Ist es langweilig?“, fragte er zwischendurch augenzwinkernd. Er gab auch zu, nicht der beste Vorleser zu sein, was die faszinierten Zuhörer aber nicht davon abhielt, sich interessiert den Geschichten zu widmen.

Da blickte Weyand mit seiner aus der Gegend des heutigen Marienberg stammenden Männerfigur Arget zurück in die Zeit vor 40.000 Jahren. „Der Urvater der Menschheit kommt aus Marienberg“, ließ er noch eine von den zum Schmunzeln anregenden Weyandschen Weisheiten vom Stapel. Doch seine Geschichten, die auch immer wieder in der Handlung die Charakteren der Bewohner der dörflich geprägten Gegend rund um Geilenkirchen, Übach-Palenberg und den angrenzenden Niederlanden aufgreifen, sind mehr.

Mit einer deutlichen Sprache, die das hiesige Land hergibt, die sein schreiberisches Talent aber nicht vor eine unlösbare Aufgabe stellt, skizziert Weyand die Landschaft um seine Historien herum. Eigenheiten, lokale Spezialitäten und auch Dialekte lässt Weyand herzerfrischend aufblühen und bindet sie scheinbar mühelos in sein Schreiben ein. Bestes Beispiel dafür ist seine Romanheldin, die Kriminalkommissarin Claudia Plum. Besser gesagt, deren Lebensgefährte Kurt, der immer per Zufall in die Geschehnisse hineingezogen wird.

Da findet er zum Beispiel mit einem dorfbekannten, geistig etwas zurückgebliebenen Jungen aus dem Dorf eine Leiche. Eindringliche, aber nicht sezierende Beschreibungen mischt er mit lockerer Schreibe, die dennoch nichts vom Grauen solcher Funde vermissen lässt. Kein Wunder also, dass sich Herbert Weyand mit einer unkomplizierten und gleichzeitig faszinierenden Art des Schreibens in die Herzen der Gäste im MGH las. Auch wenn er vielleicht nicht der beste Vorleser für seine eigenen Geschichten ist, kann er doch großartige Geschichten erzählen.

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